»Jugend auf Freizeit!«

Bericht über die Jugendfreizeit vom 29.10. bis 05.11.2011

Auch dieses Jahr hat die Jugend wieder eine Herbstfreizeit angeboten, und so sind wir mit insgesamt 22 Leuten am 29. Oktober – wie schon im letzten Jahr – nach Tschechien gefahren.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch einen Motorschaden auf der Autobahn sind die letzten um etwa 22 Uhr in Rajec Tisá angekommen, und dann konnte es richtig los gehen. An diesem Samstag hatten wir aber nicht mehr viel auf dem Programm, sodass sich alle von der Fahrt erholen konnten. Auch am nächsten Tag wurde für Ausschlafen gesorgt, und so gab es erst um 10 Uhr einen Brunch, der mit anschließendem Abendmahl abgeschlossen wurde.





Das Thema der Woche drehte sich um das Buch Amos, das wir in der Stillen Zeit, in Kleingruppen und im normalen Abendprogramm durchgearbeitet haben. Die Hauptthemen dieses Buches sind Umkehr zu Gott bzw. Abwendung von der Sünde und ehrlicher, aufrichtiger Besuch des Gottesdienstes. Außerdem haben wir das Thema Gebet sehr stark in den Vordergrund gestellt, indem wir zum Beispiel eine Gebetsnacht veranstalteten (wir haben 12 Stunden am Stück in verschiedenen Schichten gebetet) oder ein Seminar über »Hörendes Gebet« hatten, und das Gelernte dann auch in kleinen Gruppen ausprobiert haben. In dieser Zeit und auch in der Stillen Zeit, den Worshipzeiten und den Kleingruppen haben wir sehr deutlich gespürt, dass Gott da ist, und wir haben ihn richtig erlebt. Diese Begegnungen mit Gott gehörten natürlich zu den Höhepunkten der Freizeit.

Neben der Arbeit mit der Bibel und der Begegnung mit Gott kamen natürlich auch »normale« Aktionen nicht zu kurz: An zwei Tagen wurden Workshops angeboten, die zum Teil auch von den Teilnehmern geleitet wurden. Es gab Fotografie, Outdoor, Malen, Beauty und automatisches Schreiben. Das gute an diesen Workshopzeiten war, dass wir nicht verpflichtet waren, die Workshops zu besuchen, sondern auch die Zeit nutzen konnten, um zu spielen, zu lesen oder draußen auf den (direkt neben dem Haus liegenden) Felsen zu klettern.

Es gab auch zwei Geländespiele: Das eine war eher ein Strategiespiel und wurde nachmittags im Wald gespielt, und das andere war ein Nachtgeländespiel mit Taschenlampen…die sogenannte Taschenlampenschlacht. Am Mittwoch, den 2. November haben wir einen Tagesausflug nach Dresden gemacht. In kleinen Gruppen haben wir dann die Altstadt und die Neustadt besichtigt, und wir hatten auch noch genügend Zeit zum Shoppen.

Wir hatten dort außerdem eine Führung beim Verein »Stoffwechsel«. Dieser Verein hat sich die Kinder- und Jugendmission in Dresden zum Ziel gesetzt und hat mittlerweile über 20 hauptamtliche Mitarbeiter. Die ganze Arbeit wird nur über Spenden finanziert, und die Führung war sehr interessant und auch inspirierend, da man sehen konnte, was entstehen kann, wenn eine einzige Person dem Weg folgt, den Gott für sie vorgesehen hat. Am Freitag sind wir dann noch in einem Erlebnisbad in Tschechien gewesen, was uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Es gab 3 Rutschen, einen Whirlpool, einen Strudel und vieles mehr, sodass die 3 Stunden schnell vorbei waren. Als wir dann nach Hause fahren wollten gab es erstmal einen kurzen Schockmoment, da ein Autoschlüssel weg war. Wir haben dann das ganze Schwimmbad, den Parkplatz und die benachbarten Geschäfte abgesucht und gefragt, ob der Schlüssel irgendwo abgegeben wurde, aber er war leider nirgends zu finden. Am Schluss kam einer Person noch die Idee, im »Bällebad« für Kinder zu suchen, da einige vor dem Schwimmen noch in diesem Bällebad waren.
Dort haben wir den Autoschlüssel dann zum Glück doch noch gefunden, was eigentlich an ein Wunder grenzt, da es relativ groß war, und die Bälleschicht sehr dick war.

Nachdem dann alle wieder mit Auto im Haus angekommen waren, haben wir nur kurz unsere nassen Sachen aufgehängt und sind dann direkt weiter ins »Flugzeugrestaurant« gefahren. Das ist ein altes Flugzeug, das zu einem Restaurant umgebaut wurde. Da haben wir dann alle sehr lecker und günstig zu Abend gegessen und danach den Tag noch mit dem letzen Abendprogramm und Gesellschaftsspielen ausklingen lassen. Insgesamt hatten wir aber auch sehr viel freie Zeit, sodass genügend Zeit und Raum blieb, die anderen noch besser kennenzulernen.

Am Samstag machten wir uns dann um circa 9 Uhr auf den Heimweg. Auf dem Rückweg legten wir noch einen Zwischenstopp auf der Wartburg ein. Hier hatten wir zwei Stunden Zeit, die Burg zu besichtigen und uns die »Lutherstube« anzusehen.
Von dort sind wir dann ungefähr um 15 Uhr weiter gefahren. Die letzten kamen um circa 19 Uhr an der Gemeinde an.

Wir hatten eine super Zeit in Tschechien mit relativ gutem Wetter, und wir sind Gott dankbar, dass nichts passiert ist. Auch die Gemeinschaft untereinander war sehr gut und intensiv.
Wir freuen uns schon auf die nächste Freizeit und zum Schluss bleibt nur noch zu sagen:
»Es gibt Leute die hatten noch gar nichts!« (Insider-Witz der Jugendfreizeit).

Nia Giersbach